Die Wirbelsäulenchirurgie ist bei spectrum MED der letzte Schritt, nicht der erste. Wir operieren an der Wirbelsäule, wenn Beschwerden strukturell erklärbar sind und die konservative Abklärung beim Wirbelsäulenspezialisten ausgereizt ist. PD Dr. Christopher Becker ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Schwerpunkt Wirbelsäulen- und Beckenringchirurgie. Die Sprechstunde findet in unserer Praxis in der Sendlinger Straße 37 statt; operiert wird an einer kooperierenden Klinik in München.

Wirbelsäulenchirurgen kommen aus der Orthopädie und Unfallchirurgie oder aus der Neurochirurgie. Als Orthopäde und Wirbelsäulenspezialist in München behandelt man degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule, Verletzungen und Fehlstellungen – konservativ wie operativ. Die eigentliche Leistung liegt nicht in der Operationstechnik, sondern in der Indikation: zu entscheiden, wann eine Operation Lebensqualität zurückbringt und wann sie nur ein Bild korrigiert.

Ein Wirbelsäulenzentrum an einem Klinikum bündelt Orthopädie, Neurochirurgie und Radiologie unter einem Dach; die Beratung und Behandlung übernehmen dabei häufig wechselnde Ärzte. In unserer Praxis stellt derselbe Facharzt die Indikation, operiert und führt die Nachkontrolle durch. Für komplexe Fälle – ausgeprägte Skoliosen, Tumoren, Revisionen nach mehrfacher Voroperation – ist ein spezialisiertes Wirbelsäulenzentrum in München die bessere Adresse, und wir sagen das auch.
Notfälle müssen sofort operiert werden: das Cauda-equina-Syndrom mit Blasen- und Mastdarmstörung, eine zunehmende Lähmung, eine instabile Fraktur und eine Infektion im Wirbelkanal. Planbare Wirbelsäulenoperationen kommen infrage, wenn eine Spinalkanalstenose die Gehstrecke dauerhaft begrenzt, ein Bandscheibenvorfall über Wochen auf eine Nervenwurzel drückt oder ein Wirbelgleiten zu Instabilität führt. Bei akuten und chronischen Rückenschmerzen ohne solchen Befund wird nicht operiert, sondern konservativ behandelt.
Vor jeder Entscheidung stehen die neurologische Untersuchung und eine präzise Diagnostik: Röntgen im Stand, Funktionsaufnahmen, MRT und CT. Aus den Bildgebungen allein folgt keine Operation – erst wenn Befund, Untersuchung und Beschwerden zusammenpassen, entsteht ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept. Taubheitsgefühle, Kraftverlust und Gehstrecke sind aussagekräftiger als der Grad einer Verengung des Wirbelkanals im MRT.
Bei der operativen Dekompression wird der verengte Wirbelkanal erweitert und die eingeengte Nervenwurzel entlastet. Der Eingriff erfolgt mikrochirurgisch und schonend über einen kleinen Zugang, oft unter Erhalt der Bandscheibe und der Facettengelenke. Ziel ist die Gehstrecke: Wer vor der Operation nach 200 Metern stehen bleiben musste, soll wieder gehen können. Auf Rückenschmerzen wirkt eine Dekompression weniger zuverlässig als auf die Beinschmerzen — das gehört ins Aufklärungsgespräch.
Beim Bandscheibenvorfall wird das vorgefallene Gewebe entfernt, das die Nervenwurzel bedrängt. Möglich sind der mikrochirurgische Zugang unter dem Operationsmikroskop und endoskopische Operationsverfahren über eine Arbeitshülse. Beide zählen zu den minimalinvasiven Behandlungsmethoden mit kleiner Wunde und kurzer Liegezeit; kleinere Eingriffe sind ambulant möglich. Welches operative Verfahren passt, entscheidet die Lage des Vorfalls an Halswirbelsäule, Brust- oder Lendenwirbelsäule. Diagnose passt — Ziel ist nicht Linderung im Sitzen, sondern Belastbarkeit in Ihrer Sportart.

Eine Versteifung stabilisiert ein oder mehrere Segmente mit Schrauben und Stäben, häufig ergänzt durch einen Platzhalter im Bandscheibenfach. Indiziert ist die Spondylodese bei Instabilität, bei Wirbelgleiten mit Beschwerden, bei einer fortschreitenden Verkrümmung der Wirbelsäule und nach ausgedehnter Dekompression. Die Beweglichkeit im versteiften Segment geht verloren, benachbarte Segmente übernehmen mehr Last. Deshalb wird so kurzstreckig wie möglich versteift.
Brüche von Wirbelkörpern bei Osteoporose lassen sich über eine Kanüle mit Knochenzement stabilisieren (Kyphoplastie). Der Eingriff dauert kurz, wirkt schnell auf den Schmerz und erlaubt eine frühe Mobilisation. Parallel muss die Osteoporose behandelt werden, sonst folgt der nächste Bruch.
Diese Nachsorge verstehen wir ganzheitlich: Bewegung, Belastungsaufbau und Schmerztherapie gehören zusammen.
Jede Operation an der Wirbelsäule birgt Risiken: Nachblutung, Infektion, Verletzung der Rückenmarkshaut, Nervenschaden, Anschlussdegeneration nach Versteifung. Die Häufigkeit hängt von Eingriff, Alter und Vorerkrankungen ab. Wir besprechen diese Punkte vor der Entscheidung und nicht am Tag der Aufnahme.
Liegt Ihnen eine OP-Empfehlung aus einem Wirbelsäulenzentrum oder von Neurochirurgen vor, prüfen wir sie unabhängig: Bildgebung sichten, selbst untersuchen, Einschätzung sagen. An der Wirbelsäule gehen Bildbefund und Beschwerden besonders oft auseinander, deshalb lohnt die Zweitmeinung fast immer – auch wenn das Ergebnis lautet, dass die empfohlene Operation richtig ist.

PD Dr. Christopher Becker führt die wirbelsäulenchirurgischen Eingriffe durch; er ist habilitiert für Orthopädie und Unfallchirurgie. Gemeinsam mit Dr. Simon Weidert und Dr. Axel Greiner bildet er die Gemeinschaftspraxis spectrum MED in der Münchner Altstadt, Sendlinger Straße 37, wenige Gehminuten vom Sendlinger Tor. Als Wirbelsäulenspezialisten in München decken wir Diagnostik und Therapie von der ersten Sprechstunde bis zur Nachkontrolle ab.
Bei spectrum MED stellt derselbe Facharzt die Indikation, operiert und übernimmt die Nachbehandlung. Moderne Diagnostik, konservative Therapie und Operation liegen in einer Hand, sodass Sie für keine Etappe die Praxis wechseln. Wer eine OP-Empfehlung von anderer Stelle hat, kann sie unabhängig prüfen lassen.
Dazu gehören die mikrochirurgische Dekompression bei Spinalkanalstenosen, die Operation von Bandscheibenvorfällen, endoskopische Verfahren, die Versteifung einzelner Segmente und die Stabilisierung osteoporotischer Wirbelkörperbrüche. Ergänzend behandeln wir konservativ mit Infiltrationen, Radiofrequenztherapie und Schmerztherapie.
Zum Spektrum gehören die Abklärung von Sportverletzungen, die Behandlung von Knieschmerzen und Schulterschmerzen, Stoßwellentherapie, Eigenbluttherapie, Hyaluronsäuretherapie, Akupunktur, Schmerztherapie sowie die operative Versorgung von Band- und Meniskusverletzungen.
Nein. Solange die Gehstrecke im Alltag reicht und die Rückenbeschwerden unter Physiotherapie und Infiltrationen erträglich bleiben, wird nicht operiert. Eine Stenose im MRT allein ist keine Indikation – entscheidend ist, wie stark sie Ihre Lebensqualität einschränkt.
Nach einer Bandscheibenoperation sind die meisten Patienten binnen weniger Tage wieder mobil, nach einer Versteifung dauert der Aufbau Monate. Ausschlaggebend sind Eingriff, Beruf und Vorbelastung. Eine belastbare Zeitangabe bekommen Sie im Aufklärungsgespräch, nicht pauschal vorab.
Ja. Nackenschmerzen, Bandscheibenvorfälle der Halswirbelsäule und degenerative Veränderungen an der HWS gehören zum Behandlungsspektrum – zunächst konservativ mit Physiotherapie und gezielter Schmerztherapie, bei neurologischen Ausfällen operativ.
Sprechstunde, Voruntersuchung und Nachkontrolle finden in unserer Praxis in der Sendlinger Straße 37 statt; den Weg finden Sie unter Anfahrt. Die Operation erfolgt an einer kooperierenden Klinik in München; welches Klinikum in München das ist, hängt vom Eingriff und von Ihrer Versicherung ab.
Sie möchten eine Operation an der Wirbelsäule besprechen oder eine bestehende Empfehlung prüfen lassen? Termin online buchen oder telefonisch unter 089 . 264 076. Weitere Wege zu uns finden Sie unter Kontakt.